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E10-Krise: keine Nachhaltigkeit und ein Akzeptanzflop

Antriebsexperten fordern Förderung wirklich alternativer Konzepte – „sinnvoller als Benzin-Experimente“

Darmstadt/Berlin, 07. 03. 2011

Die Verbraucher verweigern, die Industrie steht unter Druck, und die Förderung wirklich nachhaltiger Antriebskonzepte wird gebremst: Das Bioethanol-Experiment steht bereits kurz nach der Einführung auf der Kippe. Keine Überraschung, so die Antriebsexperten des Darmstädter Prüfstandsbauers Technogerma Systems. „Hier wurde die Rechnung ohne die Verbraucher gemacht. Tatsächlich entscheidet sich die Mehrheit gegen die Nutzung von E10 - aus unterschiedlichen Gründen allerdings", beschreibt Dipl.-Ing. Martin Oehmichen, Geschäftsführer von Technogerma Systems. Neben den technischen Argumenten - weniger Leistung, zweifelhafte Verträglichkeit bei einigen Fahrzeugtypen - stellt vor allem das mangelnde Akzeptanzmanagement ein Problem dar.

„Seit Jahren werden die Verbraucher an alternative Antriebskonzepte geführt. Ein bezahlbares Hybridfahrzeug genießt heute mehr Akzeptanz als ein Kraftstoff, der zwangseingeführt wird", so Ingenieur Oehmichen. Die Darmstädter Spezialisten sind führend in der Entwicklung von Prüfstandssystemen für alternative Antriebskonzepte - und hier geht der Trend klar in den Bereich Elektrizität und Hybrid. Vor allem den Zwittern unter den Fahrzeugen, ausgestattet mit Elektro- und konventionellem Antrieb, kommen wachsende Marktanteile zu. Selbst die Ökobilanz des E10-Kraftstoffes ist zweifelhaft: Der Flächenenergieertrag selbst der ertragreichsten Pflanzen ist um Zehnerpotenzen schlechter als die Stromgewinnung über Photovoltaik für reine Elektrofahrzeuge. „Zudem ist E10 ein Agrokraftstoff und dessen Produktion raubt nicht nur Waldbestände, sondern auch Potentiale für die Lebensmittelindustrie. Und das darf nicht sein, solange es noch Hunger auf der Welt gibt. Moralisch ist das absolut nicht einwandfrei", so Martin Oehmichen.

Dabei gewinnt der Elektro- und Hybridantrieb auch bei der Zulieferindustrie eine stark wachsende Bedeutung - so wurde das Elektromodul für den Mercedes S400 auf einem Prüfstand von Technogerma Systems entwickelt durch die Ingenieure von ZF Sachs. Jüngst brachte BMW in der Baureihe des 7ers das Modell Active Hybrid auf den Markt - ebenfalls mit dem Elektroantrieb von ZF Sachs. „Der Kostenaufwand für Entwicklung und Auslieferung des neuen Bioethanol-Kraftstoffes und die nun folgenden Kosten durch die völlig verschobene Logistikkette wären vermeidbar gewesen", so Dipl.-Ing. Martin Oehmichen. Die Nachhaltigkeit käme ob der kurzsichtigen Maßnahme zudem zu kurz. Für die Ölkonzerne ist die Situation zumindest sehr unangenehm: Sorten wie Super Plus sind stark begrenzt, E10 ist im Überfluss vorhanden und wird nicht gekauft, gesetzliche Vorgaben zwingen jedoch zu einem gewissen Absatz, ansonsten drohen Strafen.
 
Die Technogerma Systems GmbH (TGS) steht am Standort Darmstadt als internationaler Spezialist für den schlüsselfertigen Bau von Motoren-, Antriebs- und Sonderprüfständen. Neben Prüfsystemen für PKW- und Nutzfahrzeugantriebe bietet das Unternehmen auch Sonderkonzepte auf Kundenwunsch, wie bspw. die Kälteprüfung bei bis zu minus 25 Grad Celsius oder auch Prüfstandsanwendungen für einzelne Aggregate wie Kompressoren oder Turbolader. Technogerma Systems entwickelt und fertigt Prüfstandssysteme sowohl für den Automotive- als auch den Non-Automotivesektor und deren Zulieferindustrie, ebenso wie für Forschungseinrichtungen, Hochschulen und andere öffentliche Auftraggeber.

Weitere Informationen: Technogerma Systems GmbH,
Röntgenstrasse 10a, 64291 Darmstadt, Tel.: 06151 - 99 587 – 0,
Internet: www.technogerma.com, E-Mail: presse@technogerma.com
 
PR-Agentur: euro.marcom pr, Tel. 0611/973150, E‑Mail: team@dripke.de

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